Langzeitwirkungen des Nationalsozialismus in Afrika

Tagung/Seminar/Workshop
24. Oktober 2010 -
29. Oktober 2010
Ort: Internationales Haus Sonnenberg
Veranstalter: Internationales Haus Sonnenberg

„Wirtschaftlich betrachtet sind von höchstem Wert die Länder an der Guineaküste. Ausgehend von unserem alten dortigen Besitz (Togo und Kamerun) bildet der Raum: Goldküste-Togo-Dahomey-Nigeria-Kamerun das ideale Kernstück eines deutschen Afrikabesitzes. Mit seinen weit über 30 Millionen Einwohnern ist dieses Gebiet nicht nur das Optimum des tropischen Ergänzungsraumes, sondern deckt bis auf wenige Ausnahmen (Kupfer) die nationalwirtschaftlich wichtigen Erfordernisse der Heimat. Es kann holzwirtschaftlich durch Hinzunahme des französischen Kongogebietes noch vervollständigt werden, wodurch es zugleich in voller Breite an den belgischen Kongo grenzt, der währungs- und arbeitsmäßig angeschlossen – u.a. auch die Deckung des Kupferbedarfs bringen würde. Auf dem Wege zu diesem Gebiet liegen die erwähnten Eisenerze von Conakry und Phosphate des französischen Marokko (Sonderabmachungen) sowie flug- und marinetechnische Stützpunkte von Bathurst bzw. Dakar. Ein solcher deutscher Ergänzungsraum in Westafrika wird zudem infolge seiner Lage starke Ausstrahlungen auf die übrigen Randländer des Südatlantiks haben”.

Dr. Kurt Weigelt, Leiter des Amtes Wirtschaft des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP und Direktor der Deutschen Bank, Kolonialwirtschaftliche Denkschrift, Juli 1940

In der Veranstaltungsreihe „Langzeitwirkungen des Nationalsozialismus“ gehen wir zu unterschiedlichen Schwerpunkten der Frage nach, was in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und unter deut- schem Einfluss passiert ist, welche Folgen es damals hatte, welche Verarbeitung - wenn überhaupt - in der Nachkriegszeit stattgefunden hat und welche Wirkungen unter Umständen bis heute festzustellen sind. Die Seminarreihe mit einer Veranstaltung pro Jahr baut nicht aufeinander auf - es ist also nicht erforderlich, an vergangenen Seminaren teilgenommen zu haben - hat aber als Zyklus ein Profil: sie geht im Wesentlichen der Frage nach, was aus der Geschichte gelernt werden kann, gelernt werden muss, um Krieg und Faschismus in Zukunft verhindern zu können

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