Lebensgeschichten lesbischer Frauen im `Dritten Reich´ am Beispiel von Gertrude Sandmann

Vortrag/Vorlesung
21. Februar 2011
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Rathaus Schöneberg, Goldener Saal John-F.-Kennedy Platz, 10825 Berlin
Veranstalter: Kunstamt Tempelhof-Schöneberg

Rahmenprogramm zur Ausstellung `Wir waren Nachbarn´

Die Künstlerin Gertrude Sandmann (1893 – 1981) war bis vor kurzem nur wenigen bekannt. Von den Nationalsozialisten als Jüdin verfolgt, musste sie 1942 in Berlin `untertauchen´. Dank der Hilfe ihrer Lebensgefährtin Hedwig Koslowski (im Foto rechts), die sie trotz der Gefahr für sich selbst nicht im Stich ließ, und anderer nichtjüdischer Freundinnen und Freunde überlebte Gertrude Sandmann zweieinhalb Jahre bangend im Versteck.

Die Historikerin Dr. Claudia Schoppmann beschreibt in ihrem Vortrag, die Situation von lesbischen Frauen in der NS-Zeit – vor allem für Frauen, welche die Nazis zu Juden erklärt hatten.

Claudia Schoppmann arbeitet freiberuflich u.a. für die Gedenkstätte Stille Helden (www.gedenkstaette-stille-helden.de). Sie veröffentlichte u.a. `Zeit der Maskierung. Lebensgeschichten lesbischer Frauen im Dritten Reich´, 1993.

Moderation: Dr. Ruth Federspiel