Zwangssterilisierte und »Euthanasie«-Geschädigte forderten jahrzehntelang Anerkennung als NS-Verfolgte, die der Bundestag erst im Januar 2025 gewährte. Mit Fokus auf die ersten Opferverbände und auf verfolgte Gehörlose beleuchtet der Vortrag die westdeutsche Entschädigungsdebatte, dekonstruiert hegemoniale Deutungsmuster, zeigt Handlungsspielräume und macht die verweigerte Anerkennung als wiederholt getroffene, keineswegs alternativlose Entscheidung sichtbar. Die Nachgeschichte der eugenischen Verbrechen verweist dabei nicht nur auf deren Aufarbeitung, sondern auch auf die Demokratie- und Menschenrechtsgeschichte. Mehr Informationen hier.