Das FORUM „In Gesellschaft.“ widmet sich 2026 in zwei Ausgaben den Möglichkeiten von Widerstand im Kontext der NS-Zwangsarbeit und des Zweiten Weltkriegs.
„Widerstand“ – kaum ein Begriff ist erinnerungspolitisch wie inhaltlich so vieldeutig und umstritten. Taugt er doch zur Meistererzählung genauso wie zur persönlichen Legendenbildung. Über Widerstand zu sprechen kann opportun sein, manchmal unbequem, zuweilen unpassend, oft missverständlich. Zugleich eröffnet die Auseinandersetzung mit Widerstand wichtige Fragen: Wer leistete unter den Bedingungen nationalsozialistischer Gewalt Widerstand – und in welcher Form? Welche Geschichten sind heute bekannt, welche bleiben unsichtbar? Und wer erinnert sich eigentlich an wen?
Biografien des Widerstands, die den Blick weiten
In unserem FORUM am 25. Juni 2026 geht es um unterschiedliche Beispiele und Biografien des Widerstands, die uns verhelfen, den Blick zu weiten: wir schauen auf Europa unter deutscher Besatzung, auf Widerstandshandlungen von Zwangsarbeitenden im Deutschen Reich, auf Widerstand im kollektiven Gedächtnis.
Im Gespräch begegnen einander Matthias Brandt (Schauspieler, Autor, jüngster Sohn von Rut und Willy Brandt), Tatjana Tönsmeyer (Bergische Universität Wuppertal) und Daria Yemtsova (Stiftung EVZ), moderiert von Nora Hespers.