Im Rahmen einer eintägigen Tagung am 17.05.2011 beleuchtet das NS-Dokumentationszentrum exemplarisch des Leben und Wirken von Münchner Künstlerinnen und Künstlern in der Zeit des Aufstiegs des Nationalsozialismus. Viele verloren ihre Freiheit, sie emigrierten oder wurden ermordet. Andere profitierten von der neuen Kulturpolitik.
Kaum ist 1933 die Macht in den Händen der NSDAP, da machen ihre Funktionäre schon wahr, was der „Kampfbund für deutsche Kultur“ seit 1927 mit seinen Parolen angekündigt hat. Von jetzt an bestimmen die Nazis, wer „artfremd“ ist, „zersetzend“ wirkt und wer aus dem „Sumpf“ der Weimarer Republik kommt. Von jetzt an wird zur Rettung der deutschen Kultur und „deutschen Seele“ ausgemerzt, vertrieben und verbrannt.
Die Folge ist für viele Münchner Künstlerinnen und Künstler der Verlust ihrer Freiheit. Berufsverbote zwingen sie zu persönlicher und künstlerischer Selbstverleugnung. Viele von ihnen fliehen aus Deutschland oder sie gehen in die innere Emigration, viele werden später ermordet. Einigen aber bringt die neue nationalsozialistische Kulturpolitik auch Beförderung und führt sie in hohe Ämter.
Die Tagung findet am 17.05.2011 von 10:00 bis 16:30 Uhr in der Monacensia (Maria-Theresia-Straße 23, 81675 München) statt.
Das detaillierte Tagungsprogramm und den Veranstaltungsflyer zum Download finden Sie unter: http://www.ns-dokumentationszentrum-muenchen.de/veranstaltungen/tagung-kuenstlerinnen