Nach dem Massenmord an den lettischen Juden entstand in Riga Ende 1941/Anfang 1942 ein „Reichsjudenghetto“, in das abertausende Menschen aus verschiedenen deutschen Städten deportiert wurden. Winfried Nachtwei forscht seit 1989 nach den Spuren der Verschleppten und bekam Kontakt zu den wenigen Überlebenden. Der Historiker und langjährige Bundestagsabgeordnete berichtet in seinem Vortrag über den Leidensweg der lettischen und deutschen Juden in Riga, über das Ghetto und andere Lager und über den Wald von Bikernieki.
An diesem Ort der Massenerschießungen wurde durch das Deutsche Riga Komitee, dem die Landeshauptstadt angehört, eine würdige Gedenkstätte errichtet. Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., und Werner Fürst, Söhne des damals ebenfalls deportierten Helmut Fürst, besuchten die lettische Stadt und erzählen im Anschluss von ihren Eindrücken des ehemaligen Ghettos.
Veranstaltungsort:
Haus der Region
Hildesheimer Straße 18
30169 Hannover
Raum N001
Veranstalter:
Region Hannover – Team Kultur
In Zusammenarbeit mit:
Landeshauptstadt Hannover – Fachbereich Bildung und
Qualifizierung – Projekt Erinnerungskultur