Profit statt Menschenwürde. Menschenhandel und Arbeitsausbeutung gestern und heute

Tagung/Seminar/Workshop
15. Juni 2026 -
19. Juni 2026
09:00 - 17:00 Uhr
Ort: Lorenzweg 5, 12099 Berlin
Veranstalter: Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg gGmbH

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – so beginnt nicht nur das deutsche Grundgesetz, sondern auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Dennoch wird dieses Prinzip bis heute millionenfach verletzt: Zwangsarbeit, Menschenhandel und moderne Formen der Sklaverei sind weltweit Realität – auch in Deutschland.

Ob Zwangsprostitution, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, in Textilfabriken oder in der häuslichen Pflege – laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen rund 28 Millionen Menschen weltweit Zwangsarbeit leisten. Besonders Migrant*innen sind einem hohen Risiko ausgesetzt, da sie schlechter durch Gesetze geschützt werden und ihre Rechte oft nicht wahrnehmen können.

In dieser Bildungszeit nehmen wir die Geschichte und Gegenwart von Arbeitsausbeutung in den Blick. Wir blicken auf die Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und fragen nach zugrunde liegenden Menschenbildern, Machtstrukturen und ihren Kontinuitäten bis heute. 

Im Austausch mit Expert*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen – darunter das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, die Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel und Fachberatungsstellen – nähern wir uns den komplexen Zusammenhängen zwischen 
Geschichte, Gegenwart, politischer Verantwortung und Handlungsspielräumen für die Zukunft.

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