Circus-Collage „Seid Menschen!“ leistet artistischen Beitrag zur Erinnerungskultur in Hamburg
18 Artistinnen der Jugendgruppe Cirque Mix der Circusschule Die Rotznasen e. V. inszenieren in Kooperation mit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen Biografien von NS-Verfolgten und bringen ein artistisches Plädoyer für demokratische Werte, Vielfalt und Menschenrechte auf die Bühne.
Am Dienstag, 16. Juni 2026, um 18 Uhr feiert das Circustheaterstück „Seid Menschen!“ Premiere im Bajazzo Schanzenzelt im Hamburger Sternschanzenpark. Die Produktion der Jugendgruppe Cirque Mix der Hamburger Circusschule Die Rotznasen e. V. verbindet Artistik mit Geschichten von Verfolgung, Vertreibung und Widerstand in Geschichte und Gegenwart. So bauen die Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren eine artistische Brücke von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Sie möchten damit ein Statement für Menschlichkeit, Erinnerung und eine offene Gesellschaft geben.
Veranstaltung: Circustheaterstück „Seid Menschen!“
Datum: Dienstag, 16. Juni 2026, 18 Uhr
Ort: Bajazzo Schanzenzelt im Sternschanzenpark
Anfahrt: U3 / S2 (Sternschanze), Bus 181 (Sternschanze Kehre)
Tickets: Abendkasse
Zielgruppe: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
Die Produktion „Seid Menschen!“ entstand im Rahmen einer Kooperation im Projekt „StoryFinder. Partizipative Beiträge für eine WebApp über NS-Verfolgungsgeschichten im Zentrum Hamburgs“. Das Jugendbildungsprojekt läuft noch bis Ende 2026 und entwickelt mit jungen Hamburger*innen Medienbeiträge für digitale Stadtrundgänge zu Verfolgung, Vertreibung und Widerstand im Nationalsozialismus rund um den Geschichtsort Stadthaus und den Gedenkort denk.mal Hannoverscher Bahnhof in Hamburgs Zentrum.
Artistik als Medium der Erinnerungsarbeit
Die Circus-Collage verbindet gesellschaftliche Reflexion, historische Bildung und artistisches Engagement, um die Bedeutung von Demokratie und demokratischen Werten auf kognitiver und kreativer Ebene erlebbar zu machen. Damit macht die Produktion deutlich, was Circuspädagogik als Methode in der historisch-politischen Bildung zu leisten vermag: Sie schafft körperliche und ästhetische Zugänge zu Inhalten, die sich einer rein kognitiven Vermittlung häufig entziehen.
„Als wir uns mit den Biografien von NS-Verfolgten beschäftigten, wirkten viele von ihnen fast wie erfunden, weil sie so schrecklich und mutig klangen. Was die Menschen durchgemacht haben, ist schwer zu begreifen. Ihre Lebensgeschichten in unserem Stück zu verwenden und damit an sie zu erinnern, ist mir eine riesengroße Ehre.“
Milla, 14 Jahre