Spuren der NS-Krankenmorde in Stuttgart

Diskussion/Gespräch
24. November 2011
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Rathaus, 4. OG., Mittlerer Saal
Veranstalter: Arbeitskreis "Euthanasie" der Stuttgarter Stolpersteininitiativen und Fraktionsgemeinschaft SÖS/Linke

Ein Ausblick aus Sicht der Stolpersteininitiativen

Die Stolperstein-Verlegungen am 22. und 23. November stehen auch diesmal wieder unter dem Eindruck des 70. Jahrestages des Beginns der NS-"Euthanasie" . Dieser Begriff wurde von den Tätern so benutzt und bezeichnet nichts anderes als den  systematischen Mord an allen, die angeblich der fantasierten"Volksgesundheit" Schaden zufügten. Die Grundlagen dieser Ideologie sind nicht von den Nationalsozialisten erfunden worden und sie sind auch nicht mit deren Niederlage schlagartig verschwunden.

Wie steht es mit der öffentlichen Auseinandersetzung zu diesem Thema in Stuttgart? Seit wann werden die historischen Fakten eigentlich öffentlich dargestellt? In welcher Form geschieht dies und mit welchen Folgen? Welche Faktoren verhindern - und welche begünstigen die Aufarbeitung z.B innerhalb des Gesundheitsamtes? Wo steht die Erinnerungsarbeit heute und welchen Beitrag leisten die Stolpersteine dazu? Welche Rolle spielt diese Arbeit in aktuellen Debatten (z.B. zur Integration von Behinderten, Sterbehilfe, PID, etc.) ...

Diese und damit zusammenhängende Fragen wollen wir einmal offen diskutieren und uns dabei aber auf den konkreten Bezug zu unserer Stadt konzentrieren. Fünf Referenten werden dazu kurz ihre jeweilige Perspektive darstellen, darunter auch der Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, Thomas Stöckle.

Besonders wichtig ist es den Veranstaltern zu unterstreichen, daß dieses Thema bei der inhaltlichen Planung für den künftigen Lern- und Gedenkort Hotel Silber unbedingt vertreten sein muß.

Veranstalter:

Arbeitskreis "Euthanasie" der Stuttgarter Stolpersteininitiativen und Fraktionsgemeinschaft SÖS/Linke

Weitere Infos unter www.stolpersteine-stuttgart.de

Einladung als PDF-Download