Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wird digital erweitert: Seit 2023 gibt es die App „Stolpersteine Digital“, in der die Biografien von Opfern des Nationalsozialismus abrufbar sind. Nun wird die App ausgeweitet und Stolpersteine aus Rheinland-Pfalz digital aufgenommen. Erstmals entsteht so eine bundesweite Datenbank aller Stolpersteine. Die App wurde entwickelt vom Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein und wird realisiert vom IT-Dienstleister Dataport. Sie ist ein Graswurzelprojekt, das von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird. Wie verbindet die App digitale Möglichkeiten mit persönlichem Gedenken vor Ort?Bei der Pressekonferenz am Montag, 2. November 2026, um 10 Uhr stellt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein die App, ihre Funktionsweise und das Projekt vor.Als Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:
• Dr. Sarah Scholl-Schneider, stellv. Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
• Dr. Christian Meyer-Heidemann, Landesbeauftragter für politische Bildung Schleswig-Holstein und Freya Elvert, Bundeskoordinatorin des Projekts „Stolpersteine digital“
• Dr. Michaela Menger, Landeskoordinatorin des Projektes „Stolpersteine digital“ bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Gemeinsames Gedenken am Stolperstein
Die Scanfunktion der App kann direkt an Ort und Stelle erprobt werden: Um ca. 10:30 Uhr versammeln wir uns am Stolperstein von Dr. Karl Goldschmidt in der Kaiserstraße 50, 55116 Mainz. Gemeinsam mit dessen Nachkommen, Dr. Tillmann Krach, erinnern wir stellvertretend für viele an die Biografie eines Opfers des Nationalsozialismus und stellen auf diese Weise eine Verbindung her zwischen persönlichem Gedenken, lokaler Erinnerungskultur und den digitalen Möglichkeiten der Vermittlung. In diesem Rahmen besteht auch die Möglichkeit zum Anzünden einer virtuellen Gedenkkerze sowie zum digitalen Hinterlegen einer Gedenkbotschaft. Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung bis Freitag, 30. Oktober 2026, unter presse@lpb.rlp.de wird gebeten.