Tatort Bergen-Belsen: Täterschaft als Gegenstand der Bildungsarbeit

Fort- und Weiterbildung
19. November 2026
10:00 - 16:00 Uhr
Ort: Anne-Frank-Platz, 29303 Lohheide
Veranstalter:

Um ein Verständnis der Funktions- und Wirkungsweisen des Nationalsozialismus entwickeln zu können, ist neben der Beschäftigung mit den Opfern und dem politischen System auch die Thematisierung von Täterschaft zentral. Ohne die Perspektive der Opfer und deren Nachkommen aus dem Blick zu verlieren, ist eine Beschäftigung mit den Täter*innen und der Rolle der deutschen Mehrheitsgesellschaft im NS wichtig, um insbesondere das Fortwirken des Nationalsozialismus in der deutschen Nachkriegsgesellschaft und Kontinuitäten der Ausgrenzung bis heute zu verstehen. In dieser Fortbildung wollen wir unter anderem folgenden Fragen nachgehen:

  • Wen meinen wir, wenn wir von NS-Täter*innen sprechen?
  • Welche Motive und Handlungsspielräume prägten das Handeln der Täter*innen?
  • Warum ist es bedeutsam, sich mit Motiven und Handlungs(spielräumen) der Täter*innen in der Vermittlung auseinanderzusetzen?
  • Vor welche Herausforderungen stellt uns die Vermittlungsarbeit zu Täterschaft und den Täter*innen und wie können wir diesen gelingend begegnen?

 Ziel der Fortbildung ist es, eine Auseinandersetzung zum Thema NS-Täterschaft anzuregen und gleichzeitig auf Fragen der Vermittlung einzugehen. Wir nutzen in der Fortbildung Bildungsmaterial der Gedenkstätte Bergen-Belsen, so dass Sie als Vermittelnde Einblick in unsere pädagogische Praxis und Bildungsangebote erhalten. Diese können auch exemplarisch für den Umgang mit dem Thema in Bildungskontexten im Allgemeinen stehen. Wir freuen uns auf Sie! Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Lernort M.B. 89 Winsener Str., 29303 Bergen statt. Für Ihre verbindliche Anmeldung bis Sonntag, den 15. November 2026nutzen Sie bitte diesen Link.