Mit einer Filmvorführung und einem Gespräch wird am Freitag, 17. April 2026, um 18.00 Uhr in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam an das Schicksal von vier Potsdamer Jugendlichen erinnert, die 1945 in die Fänge des sowjetischen Geheimdienstes gerieten. Nach einem filmischen Zeitzeugeninterview mit Hermann Schlüter, der als einziger der Todesstrafe entging, folgen ein Gespräch mit seinem Enkel Andreas Schlüter sowie ein Gedenken anlässlich des 80. Jahrestags der Hinrichtung von Klaus Tauer, Klaus Eylert und Joachim Douglas. Zu Beginn der Veranstaltung wird Potsdams Oberburgermeisterin Noosha Aubel ein Grußwort sprechen.
Im Januar 1946 verurteilte ein Sowjetisches Militärtribunal die vier Potsdamer Jugendlichen Klaus Tauer, Klaus Eylert, Joachim Douglas und Hermann Schlüter zum Tode. Drei Monate warteten sie im Gefängnis der sowjetischen Spionageabwehr in der Leistikowstraße auf die Beantwortung ihres Gnadengesuchs. Während Hermann Schlüter als einziger zu einer 20-jährigen Haftstrafe begnadigt wurde, vollstreckte der Geheimdienst die Todesurteile der anderen drei Jugendlichen am 18. April 1946 an einem unbekannten Ort.