Es war der größte jüdische Widerstand gegen den nationalsozialistischen Terror während des Zweiten Weltkriegs. Vom 19. April bis 16. Mai 1943 wehrten sich jüdische Ghettobewohner in Warschau gegen ihre Deportation in die Vernichtungslager. Sie mussten nach 63 Tagen kapitulieren, worauf die deutschen Truppen das Ghetto abfackelten. Mehr als ein Jahr später, am 1. August 1944 begann die polnische Heimatarmee der Londoner Exilregierung gegen die Deutschen zu kämpfen. Am 2. Oktober siegten die Besatzer und brannten die polnische Hauptstadt komplett nieder. „Das Tor zu Hölle – die Warschauer Aufstände 1943 und 1944“ heißt ein Vortrag in Bild und Ton des Lübecker Musikwissenschaftlers Wolf Rüdiger Ohlhoff am Sonntag, den 8. November 2026 um 15.00 Uhr in der Gedenkstätte Åhrensbök. Anlässlich des Pogromgedenkens am 9. November wird Ohlhoff Berichte von Augenzeugen, beispielsweise dem späteren Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, wiedergeben. Er wird während seines 90-minütigen Vortrags Original-Musik aus dem Warschauer Ghetto abspielen, sowie viele alte Fotos aus dieser „höllischen“ Zeit zeigen. Interessierte sind zu dieser Veranstaltung während der „Zeit des Erinnerns“ eingeladen. Der Besuch ist kostenfrei. Spenden sind willkommen.