Burgsaal der Wewelsburg
Vortrag mit anschließender Diskussion mit Prof. Dr. Wolfram Wette, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
Vor knapp 70 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel die deutsche Wehrmacht ohne Kriegserklärung die Sowjetunion. Der Feldzug war von politischer und militärischer Seite als Vernichtungskrieg gegen den ideologischen Erzfeind, den vermeintlichen „jüdischen Bolschewismus“ geplant. Der deutsch-sowjetische Krieg forderte mehr Opfer als jeder andere Krieg der Menschheitsgeschichte. Allein auf sowjetischer Seite starben etwa 27 Millionen Menschen. Neben der Wehrmacht waren auf deutscher Seite Besatzungskräfte, Wirtschaftsorganisationen und insbesondere Polizei- und SS-Einheiten verantwortlich – die höchsten SS-Führer hatten sich noch wenige Tage vor Beginn des Krieges zu einer letzten Unterredung auf der Wewelsburg getroffen.
Der renommierte Freiburger Militärhistoriker Prof. Dr. Wolfram Wette resümiert in seinem Vortrag Verlauf und zentrale Charakteristika des Überfalls auf die Sowjetunion und steht dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Wette hat als langjähriger Mitarbeiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und als Professor an der Freiburger Universität maßgeblichen Anteil an der Erforschung des deutsch-sowjetischen Krieges sowie der Überwindung der Legende einer „sauberen Wehrmacht“ gehabt.
Eintritt frei.