Vom Leben und Leiden in der NS-Diktatur

Vortrag/Vorlesung
14. Juni 2026
15:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Ahrensbök
Veranstalter: Gedenkstätte Ahrensbök

Was verbindet die gebürtige Segebergerin Lea Kosiner und ihre Familie mit Alfred Roßner aus dem sächsischen Vogtland? Die Familie Kosiner gehörte zu den Verfolgten des NS-Regimes, während Alfred Roßner versuchte, Menschen vor Deportation und Ermordung zu bewahren. Ihre Lebenswege kreuzten sich in der von den Nationalsozialisten besetzten polnischen Stadt Będzin.

Die Autorin Hannah Miska und der Regionalhistoriker Axel Winkler berichten über ihre Forschungsarbeiten. Hannah Miska zeichnet in ihrer Romanbiografie „Der stille Handel. Alfred Roßner – Lebensretter im Schatten der SS“ das Leben eines Mannes nach, der in einer „arisierten“ Fabrik zahlreiche jüdische Arbeiterinnen und Arbeiter beschäftigte, um sie vor der Deportation nach Auschwitz zu schützen. Axel Winkler berichtet aus seinem Buch „Das Mädchen im Koffer. Leben und Leiden Segeberger Juden“ über das Schicksal der Familie Kosiner. Er schildert unter anderem, wie Leas Vater seine Tochter während einer Kinderdeportation in einem Koffer versteckte und wie Alfred Roßner dazu beitrug, die Familie vor dem Holocaust zu bewahren.

Die Veranstaltung beleuchtet eindrucksvoll die Geschichten von Verfolgung, Mut und Menschlichkeit in einer Zeit des Terrors.

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