„Waren meine Großeltern Nazis?“

Tagung/Seminar/Workshop
26. Oktober 2026
17:00 - 20:00 Uhr
Ort: Nicolaiplatz 30 | 14770 Brandenburg an der Havel
Veranstalter: Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde

„Was hat Opa im Krieg gemacht?“, „Waren meine Großeltern Nazis?“, „Gab es in meiner Familie NS-Täter?“. Spätestens seit der Online-Veröffentlichung der NSDAP-Mitgliederkartei im März 2026 ist in Deutschland eine neue Welle der Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte während der NS-Zeit zu beobachten. Auch die Gedenkstätten Brandenburg an der Havel erreichen in den letzten Jahren immer mehr Anfragen aus dem Bereich der Familienforschung. Das gestiegene Interesse wurde auch bei einer sehr gut besuchten Veranstaltungsreihe zu diesem Thema deutlich, die die Gedenkstätten Anfang des Jahres in Kooperation mit der Volkshochschule durchgeführt hat. Das Gedenkstättenteam reagiert auf die Aktualität des Themas mit einem neuen regelmäßigen Format und lädt am Montag, 26. Oktober 2026 von 17.00 bis 20.00 Uhr zu einem Familienforschungs-Café ein. Bei Kaffee und Kuchen bekommen Interessierte Hilfe bei den ersten Rechercheschritten. Vor allem aber geht es um den persönlichen Austausch zwischen den Amateur-Familienforschenden. „Wir haben festgestellt, dass es in der Stadt Brandenburg viele Menschen gibt, die sich zum Teil seit Jahren mit der eigenen Familiengeschichte während der NS-Zeit befassen. Da gibt es viel Rechercheerfahrung und lokalhistorische Expertise.“, so Max Vogel, Mitarbeiter der Gedenkstätten Brandenburg an der Havel. „Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in der eigenen Familie kann ein emotional sehr belastendes Thema sein, das auch zu Konflikten führt. Mit dem Familienforschungs-Café wollen wir einen Raum schaffen, wo Interessierte sich mit anderen austauschen können, die bei ihren Recherchen ähnliche Erfahrungen machen.“ Das Familienforschungscafé, zu dem Interessierte herzlich eingeladen sind, soll künftig zweimal im Jahr stattfinden. Die Teilnahme ist kostenlos. 

Anmeldung erbeten: anmeldung-brb@stiftung-bg.de oder 03381-7935 113