Erinnerungskultur verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart und mit Fragen, wie wir in Zukunft leben wollen. Was bedeutet aber eine aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts in einer Zeit, in der digitale, soziale Medien unseren Alltag prägen? Wenn aktuelle Flucht- und Migrationserfahrungen den Blick auf diese Auseinandersetzung weiten? Wenn viele, gerade junge Menschen eine Distanz zur historischen Vergangenheit wahrnehmen und Zeitzeug*innen immer weniger werden?
Renommierte Fachleute aus der Praxis der Gedenkstätten und Erinnerungsarbeit greifen diese Fragen in Impulsreferaten und einer Podiumsdiskussion auf. Workshopangebote laden nachmittags zu einem vertieften Blick auf die Bildungspraxis der Erinnerungsarbeit in Schule, Erwachsenenbildung und Gedenkstätte ein und geben konkrete Beispiele, wie digitale Medien Bildungsarbeit unterstützen können. Mit einer musikalischen Lesung endet die Veranstaltung. Teilnehmende sind herzlich eingeladen, während der zur freien Verfügung stehenden Zeiten die Ausstellungen des nsdoku anzuschauen.