Wilhelm Unger: Verboten – Verbannt – Verbrannt. Zum Thema Bücherverbrennung – damals und heute Ingeborg Drews: Lesung und Vortrag Ingeborg Drews gedenkt der verfemten Kölner Autoren in Bild und Schrift. Sie vergleicht die verfemten Autoren mit Abseits-Autoren von heute. Im Mittelpunkt des Abends steht der Autor Wilhelm Unger, von dem in der Ausstellung eine Radierung gezeigt wird. Ingeborg Drews stellt mit Wilhelm Unger nicht nur einen prominenten Autor, Journalisten und Theaterkritiker vor, sie vermittelt auch ein ganz persönliches Bild. Unger gehörte zu jenen Autoren, deren Werke 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt wurden. Als Jude verfolgt, emigrierte und überlebte er den Holocaust in Großbritannien. Von Mitte der 1950er Jahre an arbeitete er wieder in Köln für die Presse und den Rundfunk. Er war ein Vermittler zwischen den Religionen: Mitbegründer der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (1958), als auch der Germania Judaica (1959). Sein Nachlass ist mit dem Kölner Historischen Stadtarchiv untergegangen – ein Grund mehr, an diesen Autoren zu erinnern. Ingeborg Drews, Jg. 1938, Malerin, Grafikerin und Schriftstellerin, lebt und arbeitet in Köln.
Referent: Ingeborg Drews
Gebühr: 4,2 €
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum