Die „Montagsdebatte“ des Netzwerks Zeitgeschichte widmet sich am Montag, 9. Februar 2026, um 18.00 Uhr in der Berliner Humboldt-Universität der Frage nach möglichen Zusammenhängen zwischen wirtschaftlichen Krisen und Gefährdungen demokratischer Gesellschaften. Nach einem Impuls des Wirtschaftshistorikers Werner Plumpe (Universität Frankfurt a.M.) diskutieren Moritz Schularick (Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft) und Nicola Fuchs-Schündeln (Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin). Moderiert wird die Diskussion von dem an der Humboldt-Universität lehrenden Historiker Alexander Nützenadel.
Der Blick in die Geschichte zeigt, dass wirtschaftliche Krisen und Unsicherheit an den Börsen allein nicht zwingend in Diktaturen münden. Im Gegenteil, wirtschaftliche Auf- und Abwärtsbewegungen gehören zu Demokratien und stellen sie nicht notgedrungen vor existentielle Herausforderungen. Im Mittelpunkt der Debatte wird daher die Frage stehen, welche Voraussetzungen dazu führen, dass radikale politische Kräfte zu Nutznießern ökonomischer Krisen werden.
Die dritte Auflage der „Montagsdebatte“ zum Thema „Gefährdung der Demokratie? Geschichte, Gegenwart, Zukunft“ ist eine Veranstaltungsreihe des „Netzwerks Zeitgeschichte“ der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, das den wechselseitigen Austausch von Gedenkstätten, Forschung und Zivilgesellschaft fördert. Die „Montagsdebatte“ wird von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt.
Die abschließende Montagsdebatte widmet sich am 30. März 2026 der Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Demokratiegefährdungen in Ost- und Westdeutschland.