Der Workshop untersucht den „Werwolf“-Komplex im Übergang von Krieg zu Nachkrieg aus historiographischer, rechtshistorischer und erinnerungsgeschichtlicher Perspektive. Der Begriff „Werwolf“ steht dabei sowohl für tatsächliche Versuche, einen Partisanenkrieg gegen die alliierten Truppen im Frühjahr/Sommer 1945 zu führen, als auch für eine viel wirkmächtigere Angstprojektion der Siegermächte und nachwirkende Deutungsmuster im Kalten Krieg.
In den Fokus rücken die alliierten und insbesondere sowjetischen Reaktionen auf tatsächliche und befürchtete bewaffnete Untergrundaktivitäten, die Nachwirkungen des Themas in Haft-, Justiz- und Geheimdienstquellen der Nachkriegszeit, die Entstehung und Persistenz des „Werwolf“-Mythos in Geschichtsbildern und Memorialkulturen.
Der Workshop will erstmals die Forschung zum Thema Partisanen, Werwolf-Verdacht und Nachkriegsverfolgung schwerpunktmäßig für Ostdeutschland zusammenführen. Dabei sollen u.a. neue Forschungen zu sowjetischen Speziallagern und anderen Haftanstalten sowie zur MfS-Überlieferung diskutiert werden.
Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 15. April 2026 bei Yvonne Gorecki:gorecki@stiftung-bg.de (Telefon +49 3301 810912).
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