Zentraler Gedenktag für Opfer der „Euthanasie“

5. November 2010
Ort: Kernen-Stetten
Veranstalter: Diakonie Stetten e.V.

Im Jahr 2010 jährt sich die Ermordung von 333 Menschen mit Behinderung aus der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Stetten zum 70. Mal. Bereits im Mai 1940 wurden - ebenfalls aus Stetten – bereits 70 Frauen und Mädchen der Epilepsieanstalt Kork, die in Stetten untergebracht waren, mit Bussen von Stetten nach Grafeneck gebracht und dort ermordet.

 

Allein in Grafeneck bei Münsingen wurden bis Ende 1940 insgesamt 10.564 Menschen in einer Gaskammer ermordet, weil sie geistig und/oder körperlich behindert, psychisch erkrankt oder einfach „anders“ waren, nicht in das Bild der nationalsozialistischen Ideologie der „Herrenrasse“ passten und somit als „lebensunwert“ angesehen wurden.

 

Wir kennen ihre Namen, ihr Alter, ihren Herkunftsort und den Tag ihrer Deportation mit den sogenannten „Grauen Bussen“. Bald war bekannt – auch den Opfern selber - dass die als „Verlegung“ getarnte Busfahrt eine Fahrt in die Gaskammer war. Die mahnende Erinnerung an dieses unmenschliche Verbrechen und das Gedenken an alle Menschen, denen damals ihr Lebensrecht abgesprochen und das Leben genommen wurde, wollen wir wach halten.

 

Der Arbeitskreis „Gedenken 2010“ in Kernen-Stetten möchte im Zusammenwirken von Diakonie Stetten, Allmende Stetten, Kirchengemeinden, bürgerlicher Gemeinde und interessierten Einzelpersonen „70 Jahre danach“ der Erinnerung und Mahnung sichtbar und erlebbar Ausdruck verleihen.

Programm und Details als PDF-Download